How to: Ausmisten! Verkaufen, verschenken, spenden oder wegschmeißen...


Es ist wieder an der Zeit einmal richtig auszumisten! Egal, ob es bei dir die Küche, der Kleiderschrank, die Garage oder die Rumpelkammer ist. Irgendwann kommen wir alle wieder an den Punkt wo wir uns denken „So geht das nicht mehr weiter - ich muss ausmisten!“ Diese Einsicht ist schon mal super. Du weißt aber gar nicht so richtig, wie und wo du anfangen sollst? Kein Problem, wir helfen dir.

Beim Ausmisten ist es super hilfreich, von Anfang an mit einem System an die Sache zu gehen. Wenn es z.B. ein ganzer Raum ist, fängst du am Besten an der einen Seite an und arbeitest dich dann Stück für Stück durch. Dabei gilt natürlich immer erstmal: alles ausräumen! Beim Ausräumen kannst du die Sachen aber direkt sortieren! Frag dich als erstes: „Möchte ich dieses Teil behalten?“ Dabei unterstützen können dich Fragen wie z.B. bei Kleidung „Passt es noch?“ und auch die Frage à la Marie Kondo „Bereitet es dir Freude?"


Alle Dinge, die du so mit „Ja“ beantworten kannst, werden dann in einzelne kategorische Stapel oder Haufen eingeteilt. So kannst du am Ende genau sehen, wie viel du von welcher Kategorie besitzt, um dann beim Einräumen zu schauen, was wie viel Platz braucht.


Wenn du diese Fragen allerdings mit „Nein“ beantwortest, heißt das nicht gleich, dass alle Dinge davon gnadenlos in den Müll wandern. Hier kannst du ebenfalls Stapel machen und zwar „Verkaufen“, „Verschenken“ und „Spenden“.


1. Verkaufen

In diese Kategorie gehören Dinge, die dir nicht mehr passen oder die du nicht mehr haben möchtest, aber sie noch gut erhalten sind und definitiv zu schade für den Müll sind! Damals wolltest du das unbedingt haben? Ja vielleicht, aber heute eben nicht mehr. Das ist auch gar nicht schlimm! Das Schöne daran ist ja, dass Dinge, die du vielleicht nicht mehr gut findest, für jemand anderen total toll sein können. Genau dafür gibt es Flohmärkte! Du kannst alle Sachen zusammensammeln und vielleicht noch einen Freund oder Freundin überreden auch auszumisten und dann macht ihr euch einen schönen gemeinsamen Tag auf dem Flohmarkt. Am Ende des Tages bist du hoffentlich alle Sachen los und hast auch noch etwas Geld verdient. Wenn du dazu keine Lust hast, kannst du das ganze natürlich auch bequem von zu Hause aus über ein Online Portal erledigen. Knips einfach direkt beim Ausmisten ein Foto und stelle deine Teile direkt online. Wenn beim Versuch Sachen zu verkaufen noch welche übergeblieben sind, kannst du überlegen, ob du sie in eine der nächsten beiden Kategorien einordnest.

2. Verschenken

Viele Dinge verlieren aber auch mit der Zeit einfach ihren Wert, sodass sich das Verkaufen gar nicht mehr wirklich lohnt. Aber du kannst jemand anderem bestimmt noch eine Freude damit machen! Dein Lieblingskleid passt dir einfach nicht mehr, aber einer Freundin würde es bestimmt super stehen? Deine Kinder sind mittlerweile groß und brauchen ihre Spielsachen nicht mehr? Die Nachbarskinder freuen sich bestimmt! Dinge für die Enkel aufzubewahren lohnt sich meistens nicht, bis dahin sind die Dinge meist überholt und die Eltern möchten dann vielleicht auch neue und eigene Sachen für ihre Kids besorgen.


3. Spenden

In diese Kategorie kommen dann all die Dinge, die du und auch kein anderer aus deinem Bekannten und Freundeskreis mehr möchte. Aussortiere Klamotten und Schuhe können in den Altkleider Container gebracht werden. Bücher und Spiele kannst du z.B. auch an Kitas oder Schulen in deiner Umgebung spenden.


Das Übrige

Und nur das, was am Ende wirklich übrig bleibt, weil es einfach nicht mehr zu gebrauchen ist, kommt dann in den Müll! Nimm dir hierfür auch direkt beim Ausmisten einen großen Müllsack. Größere Teile und z.B. Elektromüll kannst du oft kostenlos bei einem Wertstoffhof in deiner Nähe abgeben.

Auch ne gute Idee

Du kannst dir im Hauswirtschaftsraum drei Boxen oder Körbe hinstellen und Dinge, die du gerade verkaufst, zwischenparken. So hast du einen Sammelort für Gegenstände, die zeitnah das Haus verlassen werden.

Oder du kannst aussortiere Sachen in der „Verschenken“ Box aufbewahren bis zum nächsten Geburtstag oder Weihnachten.

Auch Sachen, die man selbst geschenkt bekommen hat, aber nicht so gut gebrauchen kann, kann man nochmal weiter verschenken und hier so lange zwischenlagern. Hierfür am besten auf dem Geschenk notieren, von wem man es bekommen hat - denn nichts ist peinlicher als ein nicht gewolltes Geschenk an den Schenkenden zurückzuschenken.


Und ja, wir haben ihn alle diesen kleinen Teufel, der uns immer wieder sagen will „Das kann man ja irgendwann nochmal gebrauchen...“ Lass ihn nicht die Überhand gewinnen. Mit diesen kleinen Tricks, bist du auf jeden Fall schon mal auf dem richtigen Weg.

Und jetzt: auf geht’s!


Und hier gibt's alles nochmal zum Nachhören in der Folge "Verkaufen, Verschenken, Spenden" vom Podcast "Einmal Ordnung, bitte."